Liturgisches Glossar
| Antiphon |
vom griech. "Gegenklang"
Allgemein: ein Gesang, der einem bestimmten liturgischen Stück oder Vorgang zugeordnet ist.
Speziell (und ursprünglich):
ein kurzes eröffnendes und schließendes, manchmal auch die Abschnitte gliederndes Stück in der Psalmodie ("Leitvers").
Besondere Antiphonen: Ins Tagzeitengebet wurden im Mittelalter die marianischen Antiphonen eingefügt ("Salve Regina" u.a.).
Einige mittelalterliche Antiphonen wurden als lateinische oder volkssprachliche Lieder in unterschiedlichen liturgischen Situationen gebraucht (z.B. "Media vita" / "Mitten wir im Leben sind").
Verwandte Begriffe:
antiphonal / antiphonisch: Ausführung eines Gesangs in zwei miteinander abwechselnden Gruppen.
Antiphonar / Antiphonale: liturgisches Buch, das die Gesänge zum Offizium (Tagzeitengebet) enthält (wegen der wichtigen Rolle der Psalmen im Tagzeitengebet machen die Psalmantiphonen einen großen Teil des Inhalts aus).
Näheres: II D 06 Tagzeitenliturgien, spez. Kapitel 3
Deutschschweizerische Liturgiekommission
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