Häufig gestellte Fragen
Frage:
Wo finde ich die Perikopen für die einzelnen Sonntage?
Antwort:
In den reformierten Kirchen der Deutschschweiz gibt es keine verbindliche Perikopenordnung. Argumente pro und contra Perikopenordnung sind im Kapitel II G 03 ("Lesungen") der Liturgischen Orientierung zusammengestellt; eine Information über unterschiedliche Perikopenordnungen finden sich in einem besonderen Kapitel II G 03a. Wer sich der Perikopenordnung der Evangelischen Kirche in Deutschland anschließen will, findet diese im Internet.
Frage:
Wo finde ich Texte zur Taufe?
Antwort:
Die Liturgiekommission hat 1992 als Band IV des Deutschschweizer Liturgiewerks den Band "Taufe" herausgegeben. Er kann im Verlag Stämpfli, Bern, bezogen werden: www.staempfliverlag.com
Die Texte des Taufbandes sind auch auf der CD-ROM enthalten, die dem Band V, "Bestattung" (2000) beigegeben ist, zu beziehen ebenfalls beim Verlag Stämpfli.
Eine kurze Einführung zum Taufgottesdienst findet sich bei der Liturgischen Orientierung, ausführliche Informationen enthält die Einleitung zum Taufband.
Frage:
Gibt es eine Notliturgie für den "gewöhnlichen" Gottesdienst?
Antwort:
Eine eigentliche Notliturgie besteht nicht, da ein Hauptproblem bei einem gewöhnlichen Gottesdienst ja die im gegebenen Fall wohl fehlende Predigt wäre und diese einen erheblichen Teil der Liturgie bestimmt.
Hingegen ist in Fällen, wo kurzfristig der Pfarrer oder die Pfarrerin ausfällt, zu empfehlen, auf die Tagzeitenliturgien im Gesangbuch zurückzugreifen: Nr. 555 für Morgen, 583 für Mittag, 586 für Abend, 610 für Nacht (wobei natürlich vor allem Morgen und Abend aktuell werden könnten). Dabei ist vorauszusetzen, dass jemand die Aufgabe des „Vorbeters“ übernimmt (die mit "E" gekennzeichneten Stellen, dazu Begrüßung und Erläuterungen), jemand „Kantor/in“ bzw. „Vorsänger/in“ ist und die Lieder anstimmt oder Kanons leitet, und jemand dritter die Lesung hält, die entweder aus der Bibel oder aus einer der im Gesangbuch abgedruckten biblischen Passagen ausgewählt werden kann, vielleicht auch eine aktuelle Betrachtung aus einer Kirchenzeitung. Durch die Wechsellesung beim Psalm (dieser kann auch ersetzt werden durch einen der Lesepsalmen bei Nr. 106-146) und beim Lobgesang des Zacharias (zwei Gruppen I und II) wird die Gemeinde angemessen einbezogen.